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Blaue Grotte, Mdina, Dingli Cliffs, Clapham Junction(2004)

Da am Vormittag noch die Sonne in die Höhle scheint und das Blau besonders schön zum Erstrahlen bringt, wollen wir gleich in der Früh zur blauen Grotte fahren. Unser Ziel sieht am Plan wie 2 Stunden Anreise aus, ist aber in Wirklichkeit nur 40 Minuten entfernt.

Als wir ankommen sind nur wenig Leute hier, die obligatorischen Busse voll Ah! und Oh! rufender Mitreisender fehlen zum Glück noch. Ein lustiger Parkplatzwachel in Pseudo-Uniform weist uns unnötigerweise auf dem fast leeren Parkplatz ein und erklärt Karin auch sofort ins offene Autofenster hinein, wo denn die Damentoiletten sind, obwohl sie weder danach gefragt hat noch verkniffen drein schaut.

Wir verstehen das aber! Es gibt ja wirklich nicht so rasend viele gut bezahlte Jobs auf Malta und oft helfen die paar Cents, die freiwillig für die Parkplatzbewachung gegeben werden, das Familienbudget ein wenig aufzufetten.

Kaum haben wir also erfolgreich den zugewiesenen Platz erobert nähert sich ein anderes Mietauto. Ein Japaner und seine beifahrende Frau werfen begehrliche Blicke auf den Reiseführer in Karins Hand und befragen uns in gebrochenem Englisch nach Parkplatzgebühren und auch was es sonst hier noch alles zu sehen gäbe. Wir sind wieder mal bestens informiert und geben bereitwillig Auskunft. Jaja, Lesen bildet eben!

Blaue Grotte


Als wir in die enge Bucht hinunter kommen, will gerade ein Boot zur Ausfahrt ablegen. Zwei Plätze haben sie aber noch frei und so hüpfen wir flugs an Bord zu einer Gruppe französischer Senioren. Mit der grell-bunten Motorzille geht es hinaus aufs Meer. Schon nach wenige Minuten sehen wir die ersten kleinen Höhlen in den Klippen.

Unser Kapitän steuert näher heran und gibt einige knappe Kommentare über Höhe und Tiefer ab. Aha! Weiter geht es entlang den Klippen. Die Grotten werden immer größer, sodass wir mit der Zille auch hinein fahren können. Drinnen ist es still und dunkel. Als unsere Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennen wir, wie klar das Wasser hier ist.

Kleine schwarze Fische sind zu sehen und durchsichtig-weiße Quallen, die ein wenig zu phosphoreszieren scheinen. Das Wasser schwappt leise an den Felswenden hoch und legt immer wieder pinkfarbene Korallen frei.

Als unser Boot umdreht sehen wir beim Hinausfahren, wie die Sonne am Grotteneingang auf das Wasser trifft. Es ist wirklich ein unglaubliches Türkisblau, das richtig leuchtet!

Zwei, drei solcher Höhlen steuern wir an, wobei die größte und eigentliche blaue Gotte 30 Meter lang und 90 Meter hoch ist. Sie hat zwei Eingänge und auch hier bricht sich das Sonnenlicht wunderschön im Wasser.

Nach ca. 30 Minuten ist der Ausflug vorüber. Auf dem Retourweg gibt es etwas heftigeren Wellengang und unsere Zille schaukelt kräftig. Sehr zu Karins Begeisterung, die allerdings von den französischen Fräulein gar nicht geteilt wird, die bei jedem Spritzer leise und sehr damenhaft aufkreischen. Wieder an Land noch ein Blick auf die vorgelagerten Ölbohrtürme und wir machen uns wieder auf den Weg.

Tempel von Hagar Qim und Mnajdra


Unser nächstes „weit entferntes” Reiseziel sind die gut erhaltenen prähistorischen Tempelanlagen von Hagar Qim und Mnajdra. Hier empfängt uns ein noch viel lustigerer Parkplatzwachel, der Karin trotz Ringerleiberl und Jeansshorts kurzerhand als „Lady” tituliert. Auch unsere japanischen Freunde finden sich wieder hier ein, mittlerweile aber mit einem eigenen Reiseführer bewaffnet.

Die Tempelanlagen auf Malta entstanden über einen Zeitraum von ca. 1500 Jahren hinweg - etwa zwischen 4000 und 2500 BC. Hagar Qim ist durch seinen chaotischen Grundriss recht verwirrend. Die Tempelbauer scheinen sich von der früheren Gräberform gelöst aber noch keine neue Struktur gefunden zu haben. Beeindruckend sind einige Altäre und Festersteine, die hier zu sehen sind.

Mnajdra ist der jüngere der beiden Tempel. Deutlich abgegrenzt liegt er unmittelbar neben Hagar Qim. Hier ist auch ein klarer Grundriss erkennbar. Besonders schön an diesen beiden Tempeln ist, dass sie mitten im unbebauten Gelände unmittelbar an einer Klippe am Meer liegen.

Man kann sich hier nicht nur in prähistorischen Mysterien verlieren, sondern auch die Natur und den Blick auf das ewig blaue Meer genießen. Einige wilde Disteln und gelb blühende Kakteen säumen den Trampelpfad und wir sehen ganz viele Schmetterlinge - darunter auch wunderschöne Schwalbenschwänze.

Auf dem Retourweg zum Parkplatz sehen wir ein recht nett aussehendes „Restaurant”. Zeit für eine Kaffeepause! Wir lassen uns im Schatten nieder und rätseln über vergangene Kulturen und den Kult der Magna Mater. Nach einiger Zeit fällt uns auf, dass noch immer keine Bedienung gekommen ist!? Kein Wunder, steht doch eh auf dem Schild dort, dass hier "Selfservice" ist. Schnell sind 2 Cappucino und 2 Cola geholt und weiter geht unsere Philosophiestunde über die Mysterien dieser Welt.

Mdina


Eigentlich sind wir unterwegs zu den Dingli Cliffs, als sich direkt vor uns Mdina auf einem Hügel erhebt. Der Kreisverkehr hat auch ein Schild, das direkt hinweist. Na, wenn wir schon so unmittelbar davor sind, können wir ja auch gleich hinfahren. Das nehmen wir also!

Mdina wird gerne die stille Stadt genannt und das zu recht. Nur wenige Autos haben eine Genehmigung hier durch die mittelalterlichen Gässchen zu fahren und auch die Souvenirläden und Restaurants halten sich sehr in Grenzen. Durch die dicken Mauern der auch heute noch bewohnten alten Adelspaläste dringt kein Laut nach außen und in den vielen Winkeln der Stadt verlieren sich ganze Busse an Touristen sehr schnell.

Schon während der Bronzezeit war Mdina besiedelt. Die Punier hatten eine befestigte Handelsniederlassung hier und auch die Römer wählten diesen Platz als Inselhauptstadt. Sie nannten den Ort Melite, der sich damals aus Mdina und einem Teil des heutigen Rabats, der als Nekropole diente und weitläufige Katakomben hat, zusammensetzte.

Aber dazu später mehr. Die Araber teilten Melita wieder und zogen die Grenzen von Mdina so wie sie jetzt sind. Nach einer widerstandenen Türkenbelagerung zeichnete Alfonso V. von Aragon die Stadt als „Citta Nobile” aus.

Dass auch die Johanniter anfänglich hier Bleibe nahmen, bevor sie Birgu und später Valetta wählten, wissen wir ja schon. Valetta ist sozusagen auch der Totengräber von Mdina. Mehr und mehr Bewohner verließen die alte Stadt, zogen nach Valetta und in die neuen Städte an der Küste und es kamen keine Neubauten mehr dazu. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass Mdina geblieben ist was es war - die stille Stadt.

Wir betreten Mdina durch das Main Gate und sind in eine andere Welt versetzt. Den Winkeln der engen Gässchen folgend, betreten wir das Kathedral-Museum. Ausgestellt sind hier Werke von Dürer, Michelangelo und viele verschiedene Skizzen berühmter Maler, schöne alte Gebetsbücher und prächtige Ornate (so eine Arbeit das Sticken!)

Die Kathedrale St. Peter und Paul selbst liegt gleich gegenüber und wir besuchen sie natürlich auch. Gleich am Eingang finden wir große Tücher, mit denen wir die touristischen Blößen in Form von nackten Beinen wegen Shorts und nackten Schultern wegen ärmelloser Leiberl züchtig verhüllen können.

Erfreulicherweise wird hier ohne großes Tamtam und ohne Kosten darauf Bedacht genommen, dass Touristen nun mal heiß ist bei diesem Wetter und sich das nicht unbedingt mit der religiösen Einstellung verträgt. So geht das sehr gut und da könnten sich manch andere sakralen Besichtigungsorte ein Beispiel nehmen!

In der Kathedrale sehen wir viele Grabplatten, die den Boden des Kirchenschiffs bedecken. Sie sind mit sehr schönen bunten Einlegarbeiten aus Marmor verziert. Auch eine imposante Kuppel mit prächtigen Malereien können wir bewundern.

Wir flanieren weiter durch die Stadt in Richtung Stadtmauer. Alexanders Magen verlangt nach einer kleinen Stärkung und so trifft es sich gut, dass am Ende der Stadtmauer der „Fontanella Tea-Garden” zu finden ist. Bei einem wundervollen Ausblick laben wir uns an einem etwas kleinen Naja-Sandwich und einem ziemlich zähem Mftira (lokales „Laberl” mit Oliven, Paradeisern, Thunfisch und Kapern). Aber das Cola schmeckt wie Cola eben und der erwähnte schöne Ausblick macht den Mangel an kulinarischer Finesse wett.

Dingli Cliffs


Nun sind wir unterwegs zu unserem eigentlich Ziel, bevor wir nach Mdina abgebogen sind - den Dingli Cliffs. Mittlerweile haben wir uns an die teilweise chaotische Beschilderung schon ganz gut gewöhnt. Unser Auto lärmt immer noch (ist eigentlich noch alles dran?), fährt aber brav. Links fährt Alexander mittlerweile ganz routiniert. Auf Malta sind Sperrflächen eh nur zur Zierde da, sonst ist der Asphalt ja so eintönig grau - Schlaglöcher umfahren ist wichtiger!

Malteser bleiben manchmal einfach mit dem Auto auf der Straße stehen, hupen und fangen an zu plaudern - alles steht! - na und? Das kümmert keinen

Oh, wir sind schon an den Dingli Cliffs!? Eine Radar Station steht hier oben. Wahrscheinlich weil es mit seinen 250 Metern der höchste Ort auf Malta ist. Uns gefällt es hier nicht so gut, sodass wir nach einer Zigarette im Wind wieder in unsere Klapperkiste steigen und weiter fahren.

Cart Ruts - „Clapham Junction”


Die legendären Karrenspuren (engl. Cart Ruts) wollen wir uns unbedingt ansehen. Ist ja wirklich sehr mysteriös, was alles darüber spekuliert wird. Wir finden sie auch gleich auf Anhieb. Super! Und dass, obwohl „Strasse” plötzlich einfach auffhört.

Was wir zu sehe bekommen ist wirklich sehr beeindruckend. Es sieht aus wie ein großer Verschubbahnhof, daher kommt ja auch der Name „Clapham Junction”. Wofür diese „Schienen” wohl einst gedient haben? Bis vor kurzem wurden die Cart Ruts in die Bronzezeit datiert, Prof. Bonanno vom Archäologischen Institut der Universität Malta möchte sie jedoch lieber in punischer und römischer Zeit ansiedeln. Glaubt man Erich von Däniken, so stellen sie einen weiteren Beweis für einen Besuch von Außerirdischen dar. Heute ist jedenfalls ein Steinbruch in der Nähe - ob das damals auch schon so war?

Während wir über den Verschubbahnhof klettern treffen wir auf ein deutsches Paar, das verzweifelt nach den Karrenspuren sucht und keine findet. Wir sind wieder mal bestens informiert und weisen gerne und ohne Gebühr den richtigen Weg!

Ta"Qali Crafts Village


Malta ist bekannt für seine Glasbläsereien und wir möchten uns noch ein hübsches Andenken für zu Hause aussuchen. Wir lieben nämlich buntes Glas! Also fahren wir wieder mal Richtung Mdina/Rabat (wir kommen von dem Ort einfach nicht weg) zum Ta"Qali Crafts Village.

Als wir bei Mdina Glass, einer der bekanntesten Bläserein ankommen ist es schon knapp vor 16:30 Uhr. Es geht sich nur eine kurze Pause mit ein bisschen Umschauen aus, dann leider schon Ladenschluss. Wunderschöne Sachen in strahlenden Farben haben wir bei diesem kurzen Eindruck gesehen. Da kommen wir bestimmt zu einer günstigeren Zeit wieder!

Das eigentliche Crafts Village besteht aus einer Baracke neben der nächsten und ist wenig interessant. Bei Phoenician Glass schauen wir rein, finden aber lange nichts so Schönes wie bei Mdina Glass. Auch die Farben sprechen uns nicht so an, mehr opalisiernd aber gedeckt. Das bestärkt uns in unserer Meinung: Mdina Glass besuchen wir nochmals und sehen uns dann ausgiebig um.

Der Heimweg führt wieder zurück über Rabat (das Zentrum von Malta!). Wir kommen am Stadion vorbei. Wirklich RIESENHAFT für diese kleine Insel! Auch unser Hotel finden wir gleich und das Parkhaus daneben. Nach einem unkomplizierten Sandwich-Abendessen fallen wir müde in unser Bett. Gute Nacht! Morgen wollen wir früh raus und nach Gozo.

Karin und Alexander

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