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Vittoriosa, Tempel von Tarxien, Marsaxlokk(2004)

Vittoriosa


Heute ist unser letzter Tag mit „vollem Programm”, da es ja morgen wieder ab nach Hause geht. Wir nehmen uns Vittoriosa vor, eine der „Three Cities” und dort den Inquisitor"s Palace. Der Verkehr scheint einigermassen normal und wir sind guter Dinge unterwegs Richtung Vittoriosa. In der näheren Umgebung angekommen, macht man es uns allerdings recht schwer.

Erstens haben 2 der 3 Städte, nämlich Vittoriosa und Cospicua, auch noch Malti Namen - sie heißen auch Birgu und Bormla und zweitens zeigen die Schilder wie üblich irgendwo hin, nur nicht zum Ziel. So schaffen wir es, Bormla immer wieder anzufahren und an Birgu immer wieder vorbei zu treffen. Schließlich landen wir im Fort St. Angelo und fragen dort nach dem Inquisitor"s Palace.

Die Dame scheint sich auch nicht ganz sicher zu sein. Sie schickt uns runter ans Meer. Nur dem Umstand, dass wir zum Umdrehen bergauf fahren müssen (Einbahn) haben wir es zu verdanken, dass wir schließlich ein Schild finden, das uns den Weg zum Ziel weist.

Im Inquisitor"s Palace werden wir von einem freundlichen Malteser empfangen, der die Begegnung mit uns nutzt um seine Deutschkenntnisse aufzufrischen. Der Palast selbst wurde zwischen 1574 und 1798 von insgesamt 62 Inquisitoren bewohnt, welche streng über den rechten Glauben auf Malta wachten. Wer zur damaligen Zeit nach Vittoriosa gerufen wurde, hatte meist große Angst, da er mit dem Schlimmsten rechnen mußte.

Alle Räumlichkeiten sind hier im Palast frei zugänglich. Selbst dann, wenn sie sich im Zustand einer Baustelle wegen Renovierungsarbeiten befinden. Wir sehen unter anderem den kleinen Galgenhof (mit dem ehemaligen Gefängnislocus - hmmmm ....), den Gerichtssaal, den die Angeklagten nur halb kriechend durch eine winzige Tür betreten konnten, alle Wappen, der 62 Inquisitoren und die Küchen.

Karin stürzt sich gierig auf den Raum, der mit Bibliothek angeschrieben ist, um dann voller Enttäuschung nur ein Abendmahl aus Wachsfiguren zu finden und kein einziges Buch. Recht interessant, dass in jeder Zelle eine kleine Geschichte über die ehemaligen Insassen an der Wand hängt.

So erfahren wir, dass der Aufenthalt hier meist kurz war und schlimmsten Falls mit einer Verbannung von Malta geendet hat. Insgesamt zeigten sich die hier herrschenden Inquisitoren in dem mehr als 220 Jahren Amtszeit zwar vielleicht streng, aber doch sehr human - es gab nur 3 Todesurteile.

Wir besuchen in Birgu noch die Kirche San Lawrence, die auch sehr reich verziert ist, an St. John"s Co-Cathedral in Valetta aber weitem nicht heran reicht.

Tempel von Tarxien


Nächstes Ziel unseres heutigen Tages sind die Tempel von Tarxien. Auch hier wieder die obligate Rätselrally, die Jagd nach den Wegweisern. Es dürfte auch irgendein Heiliger sein Namensfest feiern, da die ganze Stadt mit unzähligen Flaggen und Fahnen geschmückt ist. In Tarxien angekommen finden wir gleich einen Parkplatz neben den Tempeln.

Sie liegen mitten im dicht bebauten Wohngebiet, was eine ganz eigentümliche Atmosphäre schafft. Die Ausgrabungsstätte ist liebevoll gepflegt und wohl der blumenreichste und bunteste Ort, den wir bis jetzt auf Malta vorgefunden haben.

Die Tempel von Tarxien sind die größten prähistorischen Anlagen von Malta und eine einzigartige Fundstätte. Etwas jüngeren Datums als z.B. Ggantija, wurden hier unter anderem kunstvoll ausgearbeitete Tierreliefs, fein und detailliert verzierte Stellen und die berühmte Magna Mater gefunden.

Dass auch die typischen früheren Punktverzierungen zu finden sind deutet darauf hin, dass sich die Bauzeit über einen längeren Zeitraum erstreckt hat. Heute sind die Originale in Valetta ausgestellt, jedoch hat man hier im Tempel erfreulicherweise Kopien auf den Originalfundstätten hinterlassen. So kann man immer noch den Eindruck bekommen, wie es ausgesehen haben mag.

Zwischen gelb blühenden, großen Kakteen und vielen Touristen, die den lautstarken Erklärungen ihrer jeweiligen Reiseleiter lauschen, winden wir uns von einer Tempelniere zur nächsten. Rätselhaft auch die vielen Steinkugeln, welche rund um eine Platte mir Vertiefung liegen. Eine rituelles Spiel, eine Verankerung? Wer weiß ...

Marsaxlokk


Wir verlassen Tarxien Richtung Marsaxlokk, dem bekannten Fischerort mit seinen bunten Luzzu und den kleinen Restaurants, wo frischer Fisch serviert wird. Gut, dass es bereits späte Mittagszeit ist, so melden unsere Mägen einen kleinen Gusto und wir beschließen, diesem nachzugeben.

Ein Platz unter einem großen Sonnenschirm in der ersten Reihe ist rasch gefunden. Schon kommt der freundliche Kellner, empfiehlt die fangfrischen Köstlichkeiten und spricht dann das Zauberwort für Karin aus: frischer Lobster. Ja bitte! Es gibt die Auswahl zwischen 6 und 8 oz Tierchen.

6 oz sind groß genug, obendrein sind es eh 2 Stück. Alexander entscheidet sich für King Prawns. Dazu gibt es Chips & Salad, sowie je ein Glas Rotwein. Letzterer ist OK, aber bei Weitem nicht so gut wie der, den wir bisher hier getrunken haben.

Nach einigen Minuten kommt das Essen. Karins Teller ist eine Wucht und erregt auch die Aufmerksamkeit diverser vorbeischlendernde Touristen, die mit einem „Look!” auf ihren Teller deuten. Hach wie köstlich!

Akribisch wird jedes Beinchen geknackt und jedes noch so kleine Fuzelchen des wunderbaren Fleisches herausgelöst und verspeist. Stunden später und fast mit Muskelkater ist Karin glücklich, satt und zufrieden. Alexander hat es auch gemundet obwohl er ja nicht sooo ein Fischfanatiker ist.

Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Verdauungsspaziergang entlang des Kais. Die vielen bunten Luzzu müssen natürlich unbedingt fotografiert werden. Auch ein kleiner Souveniermarkt ist hier, vornehmlich mit handgefertigten Stickerein von Klorollenhaltern (was für eine Idee! ) bis zu Tafelwäsche. Mit vollem Baucherl und bei diesen hohen Außentemperaturen beschließen wir den Tag auf unserem kühlen Hotelbalkon, den Ausblick auf das Meer ein letztes Mal genießend.

Die Abreise


Samstag ist geprägt von Kofferpacken, Zimmerräumen und Abreise. Es hat uns hier sehr gut gefallen, ist aber wie immer schön wieder in unser geliebtes zu Hause zu kommen.

Überraschung: Wir bezahlen keinen Mehrpreis für unser Club-Zimmer. Warum? Keine Ahnung! Als wir die Rechnung bezahlen wollen, teilt uns die Rezeptionistin mit, dass alles erledigt ist und wir keine Rechnung offen haben. Na gut! Dann gehen wir eben wieder .

Was uns sonst noch alles aufgefallen ist:



  • Blumen und Haustiere (hauptsächlich Vögel) werden gemeinsam verkauft

  • ein uralter Leichenwagen mit dem Autokennzeichen „RIP 007”

  • Malteser sind freundlich aber eher zurückhaltend

  • Links fahren ist auf Malta leicht, da sich niemand an die Bodenmarkierungen hält

  • das Meer ist von einem strahlenden Türkisblau

  • 20 Grad im Schatten sind sauheiß, da es gar keinen Schatten gibt

  • das Preisniveau ist ähnlich dem bei uns in Wien - nur Schuhe sind billiger

  • Strassen sind ein Zustand (Schlaglöcher, Asphaltbeulen)

  • Verkehrsschilder kann man erst lesen, wenn man knapp daran vorbeigefahren ist

  • Kreisverkehre halten den Verkehr flüssig und geben die Möglichkeit zu extra Runden (wegen der Schilder)

Karin und Alexander

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Wie ich nach Malta gekommen bin…..

Mein Ziel ist es auf Malta fließend Englisch sprechen und schreiben zu lernen.

In Deutschland bin ich auf die Internetseite von Sebastian gestoßen und habe unverbindlich eine E-Mail gesendet, mit der Bitte Wohnungen anzuschauen.
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Traditionelle maltesische Küche

Vom Gozo-Käse, der aus Ziegenmilch gemacht wird, haben wir schon gehört. Er ist eine Spezialität auf den maltesischen Inseln. Der Käse wird gerne als Vorspeise gereicht, mit viel Pfeffer, dazu Bohnen, Tomaten, Oliven und Wurst. Das kleine Malta hat seine ganz eigene Geschmackswelt entwickelt. In den großen Touristenzentren wie Sliema oder St. Julians dominieren zwar die Allerweltsrestaurants mit Pizza, Pasta oder Hamburger. Doch es gibt sie noch, die traditionelle maltesische Küche. Ein echter Geheimtipp ist das Restaurant "Ir-Razzett L-Antik", zu deutsch: das alte Bauernhaus. Es liegt etwas abseits in der Stadt Qormi, aber der Weg lohnt sich. mehr

Gozo

Schon beim Aufstehen bemerken wir einen Unterschied - Malta zeigt Farbe! Plötzlich ist es ganz klar, und es herrscht gute Sicht, nicht das typische diesige Licht, wie sonst üblich. Entlang der „Cote de Malta” knattern wir nach Marfa, um mit der Fähre nach Gozo über zu setzen.

Wir kommen in Marfa an und werden schon von einem freundlichen Malteser an Bord gewunken. Er drückt uns nur 2 Tickets in die Hand, bezahlen können wir drüben auch. Wir klettern hinauf aufs Sonnendeck. Huch, was für eine steife Brise hier heraussen herrscht! mehr



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